Donnerstag, 4. April 2019

Mit dem Fahrrad durch den Süden Portugals


Im Frühling an der Algarve Rad fahren




Startpunkt der Tour war der Flughafen von Faro an der Algarve im Süden von Portugal. Meine Planung sah vor zunächst bis Lissabon die Küste entlang zu fahren und dann wetterabhängig durch das Bergland zurück zum Ausgangspunkt. Die Tour bin ich mit meinem Mountainbike (mit Slicks) in der letzten März-Woche bei perfektem Wetter gefahren (Temperaturen immer zwischen 15 und 21 Grad, meistens Sonne, bis auf einen halben Tag mit Regen in den Bergen). Die komplette Streckenführung basierte auf Tourenvorschlägen von Komoot, die ich entsprechend den jeweiligen Tageszielen ein wenig abgewandelt habe. Die Tagesetappen waren so ausgelegt, dass immer genügend Zeit für die eine oder andere Pause am Strand blieb. Zudem hatte ich Puffer eingebaut, um nicht bei einer Reifenpanne oder starkem Gegenwind in Zeitnot zu geraten. Darüber hinaus wollte ich nicht so spät am Zielort ankommen, so dass nur noch Zeit zum Essen und Schlafen bleiben würde. Die Länge der täglichen Radetappen war auch durch das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Hostels beeinflusst. Hostels sind in Portugal in touristisch erschlossenen Gegenden zwar weitverbreitet, aber es gibt auch deutliche Lücken vor allen im Binnenland.


Der erste Tag

Es ist ein gutes Gefühl bei blauen Himmel und Sonnenschein und angenehmen 18 Grad mit dem Rad zu starten. So ausgeruht werden die Beine die ganze nächste Woche nicht mehr sein. Wie zu erwarten, war starker Verkehr auf den ersten Kilometern vom Flughafen. Die Region um Faro und Albufeira ist nicht gerade für Radfahrer gemacht. Aber das Durchhalten lohnt sich. Je dichter man an die Küste kommt, desto schöner wird die Tour. Ein erster Höhepunkt beginnt hinter dem Ort Vilamoura. Die Region Acoteias zeichnet sich durch eine beeindruckende Steilküste aus. An diesen wunderschönen Strandabschnitt muss man eine erste Pause einlegen. Über mehrere Kilometer kann man oberhalb der Felswände auf einem Sandweg gehen oder man wählt den beeindruckenden Weg unten am herrlich weißen Sandstrand. 



Der weitere Weg auf dem Rad führt auf relativ ruhigen Nebenstraßen vorbei am Club Alfa Mar in Richtung Albufeira. Sobald man den Ort verlassen hat, nimmt man den Duft von Zitrusfrüchten wahr, der über der gesamten Region liegt. Das Ziel des ersten Tages war die Portimao, eine größere Stadt mit Hafen und breitem Strand, aber auch viel Verkehr (ca. 65 km). Das Hostel „My Guesthouse“ lag in einer ruhigen Seitenstraße (Rua das Nacoes Unidas, lote 33)



Der zweite Tag startet aus dem Zentrum von Portimao. Die ersten Kilometer führen durch das Wohngebiet der Stadt, ohne Navi hätte ich keine Chance den Weg zu finden. Als ich an einer Kreuzung doch unsicher war und stehenblieb, wurde ich recht aggressiv von einem jungen Autofahrer angebrüllt, ich verstand nichts, mir blieb bis zum Schluss unklar, was er wollte. Das sollte aber der einzige Zwischenfall bleiben. In den folgenden Tagen wurde ich nicht ein einziges Mal angehupt. Danach wurde der Verkehr stärker, aber zum Glück gibt es auf den Hauptstraßen immer einen Seitenstreifen, der überwiegend gut zu befahren ist. Hinter dem Ort Lagos ging es über Seitenstraßen Richtung Küste, dabei wurde es von Meter zu Meter ruhiger und landschaftlich immer schöner. Überall sieht man dicht mit Früchten behangene Orangenbäume und Zitronenplantagen. Ich nutzte einen Abstecher an den Strand, um das tolle Panorama einzufangen. Die Wege zum Stand sind oft holperige Sandpisten, da ist es gut, ein Mountainbike zu haben. Von nun an hätte ich fast jeden Kilometer irgendwo an den Strand fahren können, überall gab es kleine Badebuchten. 


Jetzt Ende März war es nirgends voll, bei herrlichem Sonnenschein lagen die schönen Sandstrände fast unberührt von einem. Es ist immer wieder ein Genuss bei Sonnenschein, an den weiß getünchten Häusern mit ihren roten Dächern vorbei zu fahren.



Erst als es Richtung Sakres, an die äußerste Südwestspitze von Portugal ging, wurde der Verkehr wieder stärker. Hinter Sakres führte nur eine Straße zum südlichsten Zipfel von Europa. Auf dem Weg dorthin gab es weitere spektakuläre Ausblicke von teilweise sehr hohen Felswänden. 



Auch an diesem Vormittag meinte es der Wind es gut mit Radfahrern: Ein kräftiger Nordost–Wind schob mich zum Aussichtspunkt. Dass es an dieser exponierten Stelle an der äußersten Spitze des Landes windig ist, merkte ich auf dem Rückweg nach Sakres, hier war eher Schneckentempo angesagt. Ab Sakres gab es neben der Hauptstraße eine alte Landstraße, die zu einem Radweg umdeklariert wurde. Eigentlich eine gute Idee, wenn die Straße nicht seit mindestens 30 Jahren nicht mehr ausgebessert worden wäre. Von nun an ging es Richtung Norden und das hieß eher Gegenwind oder Seitenwind, auf jeden Fall war die Rückenwindfahrt seit dem Start in Faro jetzt erst einmal vorbei. Dafür wurden die Straßen jetzt wieder leerer und die Vegetation änderte sich, es wurde waldiger und leicht hügelig. Bisher hatte ich extrem wenig Radfahrer getroffen. Auch in den Städten waren fast keine Menschen auf dem Rad unterwegs. Wahrscheinlich haben die Portugiesen deshalb auch weniger Erfahrung mit Radfahrern. Auffällig ist, dass im Vergleich zu Deutschland hier mit viel weniger Abstand überholt wird. Der Straßenbelag ist überwiegend gut, zumindest auf den Hauptstraßen, auf Nebenstraßen ist der Belag nicht immer rennradtauglich. Zudem muss man überall überraschend mit Rampen bis 20% Steigung rechnen, dann braucht man in der Regel eine Mountainbike-Übersetzung. 


Portugal ist ein günstiges Land für Übernachtungen. Die einfachsten Mehrbettzimmer in einem Hostel kosten um diese Zeit nur 15 bis 18 Euro. Mit ein wenig Planung findet man auch abseits der großen Städte an der Küste immer ein Hostel. An der Westküste waren die Gäste in den Hostels überwiegend Wanderer. Im März braucht man in der Regel auch nicht vorher zu reservieren, es sind immer ausreichend freie Betten vorhanden. Je stärker man sich Lissabon nähert, desto voller werden die Hostels, besonders am Wochenende. Die Radstrecke Richtung Norden war gut zu fahren, es wurde hügeliger mit leichten Anstiegen auf knapp 150 m. Die Strecke führte in einiger Entfernung, parallel zur Küste durch ein waldiges Gebiet. Mein Tagesziel erreiche ich nach gut 110 km im Ort Aljezur. Das Hostel in Aljezur (Amazigh Design Hostel, Rua da Ladeira 5) ist gut, dort übernachten vor allem Wanderer. Der Ort ist idealer Ausgangspunkt fürs Laufen, leicht hügelig, einfach nur schön.



Der dritte Tag startet in Aljezur über eine wunderschöne Route parallel zur eigentlichen Hauptstraße geht es Richtung Norden. Die Straße ist ein Traum, fast verkehrsfrei schlängelt sie sich ohne große Steigungen durch die Landschaft, um nach gut 10 km wieder auf die Hauptstraße zu münden. Wenig später geht es wieder dichter an die Küste, eine kleine Sandbucht lädt zu einer kleinen Pause ein. Ende März sind die Strände in der Woche zum größten Teil komplett menschenleer.



Leider wird danach die Straße für 3 km zu einer Sandpiste, also dieser Abschnitt ist sicher nicht rennradtauglich. Auch als es wieder eine Straße gab, war diese in einem so schlechten Zustand, dass man Schlangenlinien fahren musste, um an den tiefen Schlaglöchern vorbei zu kommen.
Weiter an der Küste entlang folgt ein weiterer beeindruckender Aussichtspunkt: Cabo Sardao. Der Leuchtturm von Cavaleiro, die Aussichtsplattform ist so gelegen, dass man einen 270-Grad-Blick hat, an dieser Stelle fällt die Küste steil ab, so dass man von oben auf die tosende See blickt.



Ziel dieses Tages war der Ort Vila Nova de Milfontes, wunderschön am Fluss Mira gelegen (ca. 65 Tageskilometer). Hier scheint ein Trainingszentrum für Kajakfahrer zu existieren, es war auffällig wie viele schnelle Kanuten am Steg vorbeizogen. Nachdem ich das „Lost in Milfontes Hostel“ gefunden hatte, stand ich erst mal vor verschlossener Tür. Die Rezeption lag unten im Ort, nur durch Zufall erfuhr ich diese Info von einem weiteren Gast, der zielstrebig mit einem Schlüssel bewaffnet, auf das Haus zusteuerte. Die meisten der kleinen Orte an der Küste bestehen im Zentrum aus schmalen Gassen, die nur darauf warten, erkundet zu werden. Über diese gelangt man zum Anlegesteg am Fluss Mira mit herrlichem Blick auf das Flussdelta.



Das Ziel des 4. Tages war die Hafenstadt Setúbal, etwas mehr als 100 km nördlich von Vila Nova de Milfontes gelegen. Um die Stadt Sines mit ihren Raffinerien zu umgehen, wählte ich den Weg über das Bergdorf Santiago de Cacem, das etwas mehr als 200 m über dem Meeresspiegel liegt. Der gleichmäßige Aufstieg wurde mit einer beeindruckenden Aussicht auf die Küste und die Industriestadt Sines belohnt. Danach verlief die Strecke in einiger Entfernung von der Küste, manchmal ein wenig langweilig, weil schnurgerade, in Richtung Norden. Kurz bevor es auf die schmale Landzunge Richtung Setúbal geht, gibt es auf der linken Seite die Möglichkeit eine Pause direkt am Strand zu verbringen (Praia da Camporta). 



Am Ende der Landzunge gibt es dann zwei Fähren, die erste ist für Autos und Radfahrer gedacht und fährt immer zur vollen Stunde nach Setúbal. Die Überfahrt kostet 5 Euro für Fahrräder und dauert knapp eine halbe Stunde, vorbei an Frachtschiffen, geht es zum Anleger mitten in der Stadt. 



Am 5. Tag starte ich morgens von meiner Unterkunft „Arrabid’in Hostel“ wieder bei schönem Wetter aus Setúbal. Ich habe mich entschlossen, durch das Binnenland zurück nach Faro zu fahren. Ich nehme die Autofähre zurück nach Troia. Es gibt eine zweite Fähre, die allerdings nur Fußgänger und keine Radfahrer befördert. Die Autofähre verkehrt jede Stunde aus Setúbal, es ist nur ein kurzer Weg vom Hostel zum Hafen. Auf der schmalen Landzunge geht es dann über knapp 15 km wieder zum Ort Comporta Richtung Süden. Die Strecke ist gut zu fahren, es ist kaum Verkehr. Zunächst geht es flach an der Küste entlang vorbei am Ort Melides, dann langsam ansteigend zum Dorf Santiago do Cacem mit zum Teil herrlichen Ausblicken auf die Küste. Dieser kleine Umweg durch die Berge ist empfehlenswert, weil man dadurch die Industriestadt Sines umgehen kann. Ein lohnender Abstecher führt am Strand zwischen Sines und Porto Covo entlang. Allerdings muss man dafür bei der Abfahrt vom Ort Santiago do Cacem über einen schwer zu befahrenden Sandweg zurück in Richtung Sines fahren. Die nun folgende wunderschöne Küstenstraße führt ganz dicht am Wasser entlang mit immer wieder großartigen Ausblicken bis zum Ort Porto Covo. An der Küstenstraße lohnt sich ein Zwischenstopp für einen Blick von der steilen Küste aufs Meer. 



Das Hostel „Casa no Campo“, das in der Nähe von Porto Covo liegen soll, ist schwer zu finden. Es liegt ein wenig versteckt an einem Sandweg, mindestens 6 km südlich vom Ort entfernt (Tagesetappe 98 km). Der Aufwand wird belohnt: ein abgeschiedenes Haus, umgeben von Orangenbäumen, sehr schön gelegen mit einer Outdoor-Küche und einem netten Besitzer.




Auch der 6. Tag begann wieder mit strahlendem Sonnenschein. Um 10:00 Uhr bin ich von Hostel „Casa no Campo“ in der Nähe von Porto Covo auf meine Tour Richtung Süden zum Ort Silves gestartet. Diesmal liegen gut 110 km vor mir. Beim Frühstück im Garten hatte ich ein sehr anregendes Gespräch mit dem Eigentümer des Hostels und zwei Wanderern. Es ging dabei um die Klimaveränderung. Der Eigentümer klagte darüber, dass die Korkeichen alle krank seien. Er sagte weiter, dass es viel zu wenig geregnet hätte in dieser Region. Obwohl hier alles grün aussehe, seien viele Pflanzen krank. Er selbst lebe hier seit fünf Jahren mit seinem Sohn. In Spitzenzeiten hätte sein Haus bis zu 32 Gäste. Heute, am 1. April, waren es drei Gäste. Zurück auf der Hauptstraße, ging es erst einmal auf einer ruhigen Straße Richtung Vila Nova de Milfontes. Im weiteren Verlauf nahm der Verkehr stetig zu. Erst ab dem Ort São Teotonio, als es links ab in die Berge ging, wurde der Verkehr spürbar weniger. Von Kilometer zu Kilometer wurde es ruhiger und die Natur schöner. Am Anfang der Strecke dominierte Kiefernwalder, dann folgte eher ein Mischwald. Es lag ein süßer Duft in der Luft. Es ging stetig bergauf. 


Die Steigungen waren insgesamt gut zu fahren. Nur die letzten 6 km vor Monchique waren anstrengend, weil es insgesamt auf gut 500 m über Normal ging. Die Straße hatte hier eine gute Qualität, Verkehr war so gut wie keiner. In den Bergen muss man allerdings immer mit plötzlichem Regen rechnen. Kurz vor Monchique war es dann soweit, es setzte starker Regen ein. Zum Glück gab es im Ort einen Supermarkt, dort konnte ich das schlechte Wetter abwarten und mich trocknen. Mittlerweile war es relativ kalt geworden, so dass man auf Abfahrt von Monchique ins Tal deutlich abgekühlte. Das Gefälle war ideal und die Straße in einem guten Zustand, so dass man in kürzester Zeit den Ort Silves erreichte (Tagesetappe 114 km). Dort an der Küste hatte es allerdings an diesem Tag nicht geregnet. 


Der 7. Tag war von der Radentfernung fast ein Spaziergang. Bis Quarteira waren es von Silves weniger als 40 km. Damit hatte ich an der Küste angekommen wieder viel Zeit für einen Abstecher an den Strand von Acoteias am Ende des Touristenzentrums Vilamoura.







In Quarteira hatte ich eine Reservierung im „Conii Hostel. Das einzige Hostel in der Stadt, aber großartig eingerichtet: Großzügige Küche, Aufenthaltsraum und gute Duschen. Das Hostel funktioniert eher wie ein Hotel, alle Räume und auch das persönliche Fach sind mit einer Schlüsselkarte gesichert, es gibt eine ständig besetzte Rezeption, die zudem superfreundlich war. Der Weg nach Quarteira war unspektakulär, vorbei an Orangenplantagen ging es durch die touristischen Zentren an der Algarve.



Von Quarteira waren es mit dem Rad nur noch knapp 20 km zum Flughafen Faro.



Gut zu wissen:



Allgemeines zum Radfahren im Verkehr

Die Hauptstraßen sind in einem so guten Zustand, dass man sie ohne Einschränkung mit dem Rennrad befahren kann. Allerdings ist der Verkehr auch häufig extrem stark. An den meisten Hauptstraßen gibt es einen schmalen Seitenstreifen, auf den man relativ sicher fahren kann. Sollte dieser schmale Streifen einmal fehlen, spürt man wie dicht man von den Autos überholt wird. Es gibt relativ viele Fahrer die keinen ausreichenden Abstand zu Fahrrädern einhalten. Besonders gefährlich sind die Lastwagen, die einen oftmals sehr dicht überholen. Sobald man die Hauptstraßen verlässt, muss man damit rechnen, dass die Straßenqualität dramatisch schlechter wird. Oft bestehen die Straßen aus einem einzigen Flickenteppich, mit Schlaglöchern zwischendrin. Um diese Jahreszeit waren nur sehr wenige Radfahrer unterwegs. Nur sehr vereinzelt bin ich Rennradfahrern begegnet.


Hostels

insgesamt sind die Hostels extrem sauber, haben gut eingerichtete Küchen, manchmal gibt es Handtücher, manchmal nicht. Oftmals lebt die gesamte Familie des Eigentümers im Hostel zwischen den Gästen. Um diese Zeit waren die Hostels ungewöhnlich leer, getroffen habe ich viele deutsche Wanderer, die eher jung waren. Die App Hostelworld funktioniert sehr zuverlässig, meine Reservierung von unterwegs hat selbst am gleichen Tag immer geklappt, Kreditkarten werden oft, aber nicht immer akzeptiert, die Stromversorgung für Handy und Co war überall gut, oft gab es sogar Stromanschlüsse am Bett. Mit einer Ausnahme (Porto Covo) gab es überall WiFi. Um diese Zeit gab es zudem regelmäßig frische Orangen aus den eigenen Gärten; das Aus- und Einchecken war unkritisch und ohne Zeitdruck. Hostels in der Stadt sind etwas anonymer, daher war es ist etwas schwerer in Kontakt mit anderen Gästen zu kommen. Die Preise für die Hostel-Übernachtungen lagen zwischen 15 und 18 Euro in Mehrbettzimmern, manche Hostels haben saisonabhängige Preise, die im Juli/August deutlich höher liegen können.

Hostel in Silves



Komoot-App als Navigation zum Radfahren

Grundsätzlich ist die Komoot-Abb gut geeignet für eine Navigation über Kopfhöher, einen groben Touren-Überblick sollte man sich jedoch vor jeder Fahrt verschaffen. Auch sollte man den gesunden Menschenverstand bei der Navigation nicht abschalten. Eine Herausforderung stellen immer wieder Verkehrs-Kreisel dar: Ansage „3. Ausfahrt“ , wenn es nur zwei gibt. „Bitte rechts“, obwohl es rechts keine Straße gibt. Die Benennung der Straßen, z.B. „links auf die N2073-1“ ist nicht hilfreich, weil die Nummerierung besonders bei kleinen Straßen fehlt. Manchmal ist man selbst als Radfahrer zu schnell, dann hinkt die Navigationsansage hinterher. Relativ zutreffend sind die Entfernungsansagen: „in 120 m rechts“. Oft heißt es nur „Straße rechts“, dann muss man das Glück haben, sich für die richtige Abzweigung entschieden zu haben. Komoot wählt selten schlechte Sandwege, wenn, dann nur als kurze Verbindungsstücke, die können aber durchaus ein bis zwei Kilometer lang sein. Insgesamt ist die App sehr verlässlich, vor allem in der Stadt ist sie extrem hilfreich in unübersichtlichen Straßennetzen. Komoot passt die Route relativ schnell an, wenn man sich verfahren hat. Das iPhone-Akku beispielsweise hält bei aktiver Navigation über 4 bis 6 Stunden, also fast eine ganze Tour. Sollte es notwendig sein unterwegs die Route umzuplanen, ist das kein Problem, sofern eine Internetverbindung vorhanden ist. Manchmal ist Komoot für lange Zeit „ruhig“, man denkt die App hat sich ausgeschaltet, aber nein, auch bei längeren Geradeauspassagen gibt es plötzlich ein „folge der Fahrtrichtung für weitere 10,9 km. Etwas penetrant ist die Ansage, wenn man die geplante Route einmal bewusst verlässt: „bitte umkehren“ oder „ die Route liegt 500 mit hinter dir“. Beim Verlassen der Route ist es besser, die Navigation pausieren zu lassen.


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